Die Therapie mit Heilpflanzen, die Phytotherapie, ist vermutlich eine der ältesten, von Menschen praktizierten Art und Weise, Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen vorzubeugen und zu behandeln.
Auch im Tierreich können wir beobachten, dass unsere, zumeist vierbeinigen Freunde über einen vielleicht als intuitiv zu bezeichnenden Zugang zur Heilkraft von Pflanzen verfügen und bei bestimmten Beschwerden Pflanzen zu sich nehmen, die diese zu lindern vermögen.
Als Menschen sind wir ein Teil der Natur und unsere Verwandtschaft mit den Tieren und Pflanzen ist größer, als wir wahrhaben wollen, meinen wir doch allzu oft, als Krone der Schöpfung über dem Rest der Natur zu stehen, dabei können wir soviel von unseren Pflanzengeschwistern lernen!
Die Pflanzen sind in der Natur häufig widrigen Einflüssen, wie z. B. dem Befall von Schimmelpilzen ausgesetzt, und ihr unmittelbares Überleben hängt davon ab, dass sie sich dagegen zu schützen verstehen. So entwickeln die Pflanzen verschiedene Stoffe, die sie gegen Krankheiten schützen und bei entsprechender Dosierung, Verarbeitung und Zubereitung ähnliche Aufgaben im menschlichen Körper übernehmen können. Auf der stofflichen Ebene gibt es verschiedene Wirkstoffgruppen in Pflanzen, die isoliert und in ihren Wirkungen auf den menschlichen Organismus inzwischen ausgiebig erforscht wurden. Doch auch auf unser Energiefeld, unser seelisches und geistiges Wohlbefinden vermögen diese sanften Helfer Einfluß zu nehmen. Unsere Vorfahren wußten, dass diese Ebenen nicht voneinander zu trennen sind und suchten über die sogenannte Signatur einer Pflanze (d. h. deren Erscheinungsbild, wie Farbe, Form, Vorlieben, Standorte etc.) einen intuitiven, ganzheitlichen Zugang zu deren Wesen und Wirkungsspektrum. Allein die Beschäftigung mit den Pflanzen, die Zeit, die wir mit ihnen im Freien verbringen, hat eine wohltuende Wirkung auf uns. Wann haben Sie zum letzten Mal an einem Baum gesessen und tief durchgeatmet?
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Bei der Eigenbluttherapie handelt es sich um eine sogenannte Umstimmungstherapie. Zunächst wird eine geringe Menge Blut - in der Regel Venenblut - entnommen und dann, evtl. unter Beimischung homöopathischer Medikamente, meist in einen Muskel reinjiziert. An der Stelle, in die das Blut hinein gespritzt wird, entsteht ein lokaler Entzündungsreiz, was zur Folge hat, dass die körpereigene Immunabwehr aktiviert wird. Auf diese Weise wird das Immunsystem stimuliert und so vermutlich in die Lage versetzt, besser mit akuten oder chronischen Schmerz- und Entzündungszuständen umzugehen.
Bei Kindern hat sich die Therapie mit einer Eigenblutnosode bewährt. Nach Entnahme eines einzigen Tropfens Blut - hier in der Regel Kapillarblut aus der Fingerbeere - kann von Apotheken oder Laboren eine Nosode (ein homöopathisch aufbereitetes Mittel, bestehend aus krankhaften Material, wie Krankheitserreger und Blut) hergestellt werden, die dann wie ein Medikament eingenommen wird.
Die Begründer dieser Therapieform, der Arzt Franz Morell und der Elektroingenieur Erich Rasche, gehen davon aus, dass alle biochemischen Vorgänge im menschlichen Körper von einem elektromagnetischen Feld gesteuert werden, das uns umgibt und durchdringt. So, wie sich auf der Basis dieser Theorie beispielsweise Erkrankungen von Organen in einem pathologischen (krankmachenden) Schwingungsmuster dieses Feldes zeigen, so können wir über die Einflussnahme auf dieses elektromagnetische Feld auch das körperliche Geschehen beeinflussen.
Da wir in einer dynamischen Wechselbeziehung mit unserer Umwelt stehen, wirken sich auch stärkende wie belastende Umweltfaktoren auf die Beschaffenheit unseres Energiefeldes aus. Letzteres sind z. B. geopathische Belastungen, Schwermetalle und Allergene. Aber auch psychische Belastungsfaktoren, chronische Entzündungen etc. verändern dieses Feld. Mit Hilfe der Bioresonanztherapie kann das Ladungspotential des gesunden Körpers wieder aufgebaut und stabilisiert werden. Das Bioresonanzgerät empfängt über Elektroden die Schwingungen des Patienten und wandelt diese je nach Einstellung um, um dem Körper wieder zugeführt zu werden. Auch mit den Schwingungen bzw. Informationen von Medikamenten, Körperflüssigkeiten des Patienten, Allergenen und / oder Toxinen können wir auf diese Weise verfahren und mit deren Hilfe Einfluß auf unser elektromagnetisches Feld nehmen.
Die altindische Medizin blickt auf eine Tradition zurück, die sich über 2000 Jahre belegen läßt, vermutlich aber noch viel älter ist. Ayurveda bedeutet, stark vereinfacht, die "Wissenschaft vom Leben". Wir haben diese Wissenschaft vermutlich der tiefen Inspiration, Beobachtungsgabe und Gottverbundenheit vedischer Seher zu verdanken, die die gesamte Schöpfung und den Menschen als Teil von ihr ganzheitlich betrachten und ein komplexes, in sich geschlossenes System von Lebenspraxis und Heilungstechniken entwickelt haben.
Die ayurvedische Medizin wird auch häufig als die "Mutter" der Medizin bezeichnet und hat mit dem, was hierzulande meist unter Ayurveda verstanden wird, oft wenig gemeinsam. Bekannt geworden ist Ayurveda in unseren Breitengraden durch einige Wellnesstechniken, die nur einen kleinen Teil dieses ganzheitlichen Medizinsystems wiederspiegeln. Nichts desto trotz bieten sich ayurvedische Behandlungsweisen auch zu Wellness-Zwecken des stressgeplagten, zivilisationserkrankten Menschen unserer Zeit und Kultur an, und in diesem Sinne praktizieren wir Ayurveda in unserer Praxis.
In unserer Praxis bieten wir vor allem folgende Verfahren an:
Abhyanga - Ganzkörperölmassage
Im Gefühl von Fülle schwelgen, von vier Händen mit reichhaltigen Ölen verwöhnt und genährt werden in dem Bewußtsein, all dies verdient zu haben. Die intensiven Öltherapien werden im Ayurveda Snehana genannt, was oft auch mit "Liebestherapie" übersetzt wird. Und so betrachten wir die reichhaltigen ayurvedischen Öle als kostbares Geschenk und Ausdruck der Liebe von Mutter Erde, die Behandlung selbst als intensiven Akt der Zuwendung, auf den wir uns entsprechend einstimmen und das Sich-Einlassen des Patienten auf die Behandlung als Ausdruck der Selbstliebe.
Diese von zwei TherapeutInnen durchgeführte Synchronmassage wirkt nährend und kräftigend auf das Gewebe und beugt so Alterungsprozessen vor. Sie eignet sich somit besonders gut als gesundheitserhaltende Maßnahme. Sie bewirkt eine wohlige Entspannung und emotionalen Ausgleich und soll reinigend und entgiftend auf den Körper wirken. Durch die Ölmassage sollen im Gewebe eingelagerte Giftstoffe gelöst und über die Haut ausgeschieden werden. Abhyanga hat sich als begleitende Maßnahme bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Nervensystems bewährt und gleicht das Vata-Dosha aus.
Shirodhara - Stirnguß
Den Raum innerer Stille betreten, sich von Traumbildern davontragen lassen, in vergessene Welten reisen....
In einem kontinuierlichen Strahl wird der Energiepunkt auf der Stirnmitte, kurz oberhalb der Augenbrauen mit warmem Öl (oder ggf. anderen Substanzen) begossen. Dies bewirkt eine sehr tiefe Entspannung und eröffnet uns einen Zugang zum feinstofflichen Körper. Wird traditionell angewendet bei Streß, Schlaflosigkeit, psychosomatischen Leiden, Kopfschmerzen, erhöhtem Blutdruck und zur Gesunderhaltung bzw. Wellnesszwecken.
Spirituelle Energiemassage
Sanft davon getragen werden ins Reich der Entspannung auf einem Teppich von Klängen und wohligen Berührungen, wie nebenbei eine Harmonisierung der Energiezentren (=Chakren) und eine Rückkehr, die uns frisch gestärkt und wohl geerdet den Herausforderungen des Alltags begegnen läßt - wer würde das nicht genießen?
Dies nur ein kurzer Einblick in unsere Empfindungen, als wir diese besondere Form der Fußreflexzonen-Massage vom Yoga-Meister Sree Kumar in Indiens erlernten. Sie basiert auf der jahrtausendealten Lehre von den Chakren, die uns tiefe Einsichten in die subtilen Wirkkräfte unseres Organismus vermitteln kann. Es wird angenommen, dass diese Energiezentren über die Stimulation von entsprechenden, auf der Fußsohle gelegenen Reflexzonen sanft harmonisiert und von Blockaden befreit werden können, so dass unsere Lebensenergie wieder frei fließen kann.
Die sanften, kreisenden Berührungen der Fußsohlen werden kombiniert mit speziellen Tönen und Mantren, denen ebenfalls ein ausgleichender Einfluß auf die jeweiligen Energiezentren nachgesagt wird. Abgerundet wird das Entspannungserlebnis durch eine abschließende Ruhephase.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie an weiteren Behandlungen aus der ayurvedischen Medizin interessiert sind.
1925 legte der Arzt Ferdinand Huneke durch einen Zufall den Grundstein für die heutige Neuraltherapie. Durch die versehentliche Injektion eines Lokalanästhetikums (örtlich wirkendes Betäubungsmittel) kam es zum sogenannten "Sekundenphänomen", d. h. die Beschwerden seiner damaligen Patientin verschwanden innerhalb von Sekunden. Möglich war dies durch die positive Wirkung des Lokalanästhetikums auf ein "Störfeld".
Unterteilt wird die Neuraltherapie in Störfeldbehandlung und Segmenttherapie. Jede chronische Krankheit kann nach Huneke störfeldbedingt sein, bzw. jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden. Häufig finden sich Störfelder im Kopfbereich (chronische Entzündung der Nasennebenhölen, im Zahnbereich etc.) bzw. auch Narben können Störfelder verursachen.
Die Segmenttherapie wiederum geht davon aus, dass sich der gesamte Körper mit seinen Organen auf der Körperoberfläche in Form von Segmenten wiederspiegelt. Durch Injektionen in diese Areale sollen die zugehörigen inneren Organe reflektorisch beeinflußt werden.
In unserer Praxis kommt nur die Anwendung einer intrakutanen Injektion (das heißt eine Injektion des Lokalanästhetikums in die Haut, die sogenannte "Quaddeltherapie") in Frage. Die Injektionen in tiefergehende Hautschichten und an Nervenaustrittspunkten sind seit 2006 den Ärzten bzw. Zahnärzten (im Zahnbereich) vorbehalten.
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte der französische Arzt Paul Nogier, dass auf unserer Ohrmuschel der gesamte Organismus in so genannten Reflexzonen abgebildet ist. Er systematisierte seine Entdeckungen und machte sie den Menschen unseres Kulturkreises zugänglich. Wenngleich in anderen Kulturen und Epochen bereits Ohrakupunktur praktiziert wurde, so geht doch die heute angewandte Form auf Nogier zurück.
Die reflektorischen Beziehungen zwischen Ohrmuschel und Körper können wir uns therapeutisch zunutze machen und mit Hilfe des Einstechens feiner Nädelchen oder des Aufbringens von Samenkörnern auf die Reflexzonen der Ohrmuschel auf Organe, Gelenke und andere Strukturen des Körpers einwirken und auch psychische Prozesse beeinflussen.
Bereits vor ca. 4000 Jahren wurde die Hypnose zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Wort Hypnos kommt aus dem Griechischen und bedeutet Schlaf. Anstatt in den Schlaf hinüberzugleiten, werden Sie in einer Hypnosetherapie in eine tiefe Entspannung geführt. In diesem Zustand ist ein direkter Kontakt mit Ihrem Unterbewußtsein möglich. Das Wissen um alles, was Sie bisher erlebt haben, ist dort gespeichert und wirkt sich im Positiven wie im Negativen auf Ihr weiteres Leben aus.
Darüber hinaus werden laut wissenschaftlichen Untersuchungen etwa 70 - 90 % aller Lebensvorgänge vom Unterbewußtsein gesteuert, man spricht deshalb nicht zu unrecht von der Macht des Unterbewußtseins. In der Hypnose wird diese "Macht" zu Ihrem Partner und über Suggestionen läßt sich im Prinzip jedes Krankheitsgeschehen ansprechen und positiv beeinflußen. Es bieten sich vor allem Ansatzpunkte bei Abhängigkeitserkrankungen und so genannten psychosomatischen Erkrankungen, also bei körperlichen Erkrankungen, deren Ursache in der Psyche zu finden ist.
Diese Verfahren gehen auf die sogenannte Humoralmedizin zurück, die als Grundlage von Gesundheit die ausgewogene Verteilung der Körpersäfte betrachtet. Der griechische Arzt Hippokrates von Kos (460 bis 377 v. Chr.) prägte und systematisierte diese Lehre für die westliche Welt, doch finden wir ähnliche Grundlagen und Verfahren bereits bei verschiedenen Naturvölkern, im alten Ägypten, Indien und China.
Krankheit entsteht demnach durch eine fehlerhafte Verteilung der Körpersäfte und wird behandelt durch eine Umverteilung (Ableitung) bzw. Ausleitung. Auf diese Weise können lokale Stauungen ebenso wie abgelagerte Stoffwechselschlacken und Toxine (= Gifte aus Umwelt, Nahrung etc.) beseitigt und der gesamte Organismus über die Stimulation der Selbstheilungskräfte umgestimmt werden.
Einen besonderen Stellenwert nimmt in unserer Praxis die Reinigung des Darmes ein, der mit den Peyer´schen Plaques (= lymphatisches Gewebe) ca. 80% des Immunsystems beherbergt. Ein verschlackter Darm führt somit nicht nur zu Problemen des Magen-Darm-Traktes, sondern beeinflußt immunologische Prozesse (Allergien!) ebenso wie unsere geistig-seelische Befindlichkeit. Die altindische Wissenschaft des Ayurveda geht sogar davon aus, dass jede Krankheit im Darm ihren Ausgangsort hat.
Wir arbeiten mit folgenden Verfahren und Heilmitteln zur Reinigung des Darms - je nach individueller Konstitution, Indikation und Bedürfnissen unserer PatientInnen:
Die Ausleitung über Leber / Galle; Nieren; Haut und Lunge unterstützen wir mit:
Weitere externe Ausleitungsverfahren, die in unserer Praxis Verwendung finden, sind:
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu diesen Verfahren haben.
Neue Schmerztherapie nach Ullrich
Der Heilpraktiker Manfred Ullrich entdeckte in seiner Praxis eine Reihe von Körperpunkten, deren Stimulation einen positiven Einfluß auf ein Schmerzgeschehen haben kann. Je nach Schmerzlokalisation und Erkrankung werden Punkte an den Händen, Füßen oder Körperfalten durch Massage, Elektroakupunktur oder Injektionen angeregt.
Hömöosiniatrie
Die Hömöosiniatrie ist die Verbindung aus Homöopathie und Akupunktur. Zurück geht dieses Verfahren auf den französischen Arzt Roger de la Fuye. Aufgrund seiner Erfahrungen kommt er zu der Aussage, dass sich durch die Homöosiniatrie die positiven Wirkungen beider oben genannter Verfahren ergänzen und verbinden. Zu den ausgesuchten Akupunkturpunkten gibt es jeweils ein korrespondierendes homöopathisches Einzel- oder Komplexmittel (= mehrere sich ergänzende homöopathische Substanzen in einer Mischung).
Die Injektion mit dem Medikament erfolgt zunächst genau über dem Akupunkturpunkt in die Haut und anschließend unter die Haut in den jeweiligen Akupunkturpunkt. Dadurch wird eine sogenannte "homöopathische Quaddel" erzeugt. Dies soll die Lokalwirkung am Akupunkturpunkt verstärken bzw. soll der Akupunkturpunkt auf diese Weise bis zu 48 Stunden stimuliert werden.
Die Homöosiniatrie kommt in unserer Praxis hauptsächlich bei Schmerzerkrankungen zum Einsatz.
Folgende Therapieverfahren werden in unserer Praxis ebenfalls in der Schmerztherapie eingesetzt:
Auf unserer Darmschleimhaut, die aufgrund ihrer zahlreichen Auffältelungen eine Fäche von 400m2 hat, leben unzählige Mikroorganismen (= kleinste Lebewesen wie z. B. Bakterien), die für einen ungestörten Ablauf unseres Stoffwechsels und die Funktionen des Immunsystems unabdingbar sind. Diese sogenannte Darmflora (die übrigens ein Gewicht von 1,5 kg umfaßt) ist jedoch störanfällig und kann durch Infektionen des Darmtraktes, falsche Ernährung, Medikamenteneinnahme, Umweltschadstoffe u.a. geschädigt werden. Hier findet sich vermutlich der Ausgangspunkt zahlreicher, sogenannter Zivilisationskrankheiten.
Symptome wie z.B. Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall, Müdigkeit können ein Hinweis auf eine gestörte Darmflora sein. Dies wird zunächst in einer labormedizinischen Stuhluntersuchung überprüft. Je nach Ergebnis wird dann die Therapie eingeleitet, i.d.R. zunächst eine Reinigung des Darmes (s.o.) und nachfolgend ein schrittweiser Aufbau der Darmflora mit mikrobiologischen Präparaten.
Über die Rückenmarksnerven steht jeder einzelne Wirbel in einer Wechselbeziehung mit bestimmten Organen und Körperregionen. Aus diesem Grund führen verschobene Wirbel zum einen zu Rückenproblemen, Muskelverspannungen und Schmerzen, zum anderen können sie sich aber auch beeinträchtigend auf die jeweiligen Organe auswirken.
Durch Fehlhaltungen, und -belastungen, Traumata und ungünstige Bewegungsabläufe kommt es häufig und unbemerkt zu Wirbelverschiebungen: ebenso durch einen Beckenschiefstand mit nachfolgender Skoliose (=Wirbelsäulenverkrümmung). Durch das von Dieter Dorn entwickelte Verfahren können die verschobenen Wirbel auf sanfte, Bänder und Gelenke schonende Art und Weise wieder zurück an ihren Platz geschoben werden; die von Rudolf Breuß entwickelte Massage rundet ggf. das "Einrichten" der Wirbelsäule ab. Für einen dauerhaften Behandlungserfolg geben wir unseren PatientInnen einfache Körperübungen mit auf den Weg, die zu Hause praktiziert werden können.
Die Heilkunde der Hildegard von Bingen, die von 1098 bis 1179 lebte und wirkte, ist heute aktueller denn je und Hildegard von Bingen wird nicht umsonst häufig als die erste Umweltmedizinerin bezeichnet.
Einst Nonne in einem Benediktinerinnen-Kloster auf dem Disibodenberg, später Äbtissin, hatte sie seit ihrer Kindheit Visionen und Eingebungen und begann diese - einem göttlichen Auftrag folgend - ab ihrem 43. Lebensjahr niederzuschreiben. So entstand ihre Hinterlassenschaft an uns: Ein grandioses Werk der Ganzheitsmedizin, gekennzeichnet von einem differenzierten Verständnis des Menschen, von innigster Gottverbundenheit und Ehrfurcht vor dem Leben sowie einem Wissen um die Entstehung und Behandlung von Krankheiten, das in der damaligen Zeit (und auch heute noch) seinesgleichen sucht (so hatte sie z.B. ein umfangeiches Wissen um Krankheitserreger aber auch um die Entstehung und Behandlung von Krebserkrankungen).
Ihre Heilkunst und ihre zahlreichen Rezepturen beruhen auf einer ganz speziellen Elementelehre, die derjenigen aus der chinesischen Medizin und dem Ayurveda zwar nicht entspricht, aber durchaus vergleichbar ist.
Heilung geht nach Hildegard von Bingen weit über die Behandlung von Symptomen hinaus und vollzieht sich auf vier Ebenen:
1. Der göttliche Bereich
Sowohl Krankheit als auch Heilung sind immer auch gottgegeben, wobei der Mensch jedoch keinesfalls als hilfloser Spielball göttlicher Willkür, sondern durchaus als selbstverantwortliches Wesen, als Schöpfung und Schöpfender zugleich, angesehen wird. Seine Aufgabe ist es, bei der Vollendung der Schöpfung Gottes mitzuwirken. Die Therapie auf der göttlichen Ebene besteht in Meditation und Gebet.
2. Der Kosmische Bereich
Dieser Bereich meint die äußeren Umstände, in denen der Mensch lebt. Hiermit sind z.B. toxische oder aber gesundheitsfördernde Umwelteinflüsse ebenso wie das soziale Umfeld eines Menschen gemeint. Die Therapie auf dieser Ebene besteht darin, diese Umstände ggf. zu ändern.
3. Der körperliche Bereich
Ein Bereich, der meß- und sichtbar ist und damit vermeintlich leichter zu behandeln - womöglich ein Grund, warum der Mensch in der heutigen Zeit bzw. heute gängigen Medizin häufig auf diesen Bereich reduziert wird. Die Hildegardsche Therapie auf dieser Ebene besteht z.B. in der Anwendung von Heilkräutern sowie ihrer umfangreichen und bekannten Diätetik (=Ernährungslehre), aber auch in einem speziellen und sehr sanften Aderlaß und anderen Ausleitunsverfahren.
4. Der seelische Bereich
Hildegard beschreibt 35 Paare von Untugenden und Tugenden als seelische Muster, die sowohl Krankheit als auch Gesundheit bewirken können. Die Therapie besteht in der Arbeit an diesen Mustern und deren Veränderung.
Letztendlich wirkt jede dieser Ebenen auf alle anderen Ebenen ein und kann somit nicht losgelöst betrachtet oder behandelt werden - ebenso wie der Mensch nicht losgelöst durch sein Leben geht, sondern in einer wechselseitigen Beziehung mit der gesamten Schöpfung steht, die von der alles umfassenden Liebe zusammen gehalten wird.
Unter Einbeziehung der vier beschriebenen Ebenen kommen folgende Verfahren in unserer Praxis zur Anwendung:
- Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) nach Hildegard von Bingen
(mit besonderem Schwerpunkt auf die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper und die Sanierung des Darmes; weiterhin die biologische (begleitende) Behandlung von Krebserkrankungen und Depressionen)
- Diätetik
Die Behandlung von Erkrankungen mittels Fasten und dem Genuß spezieller Lebensmittel und Rezepturen
- Ausleitungsverfahren nach Hildegard von Bingen, ganz besonders der Hildegardsche Aderlaß:
Laut Hildegard befinden sich in den 6 Tagen nach Vollmond ganz besonders viele Giftstoffe im Blut (= sogenannte Schwarzgalle oder Melanche), die sich in dieser Zeit aus dem Gewebe und den Organen lösen und nun besonders gut ausgeleitet werden können. Die Farbe des Blutes sowie deren Veränderung zeigt an, wieviel Blut entnommen wird, wobei i.d.R. eine Menge von 170 ml nicht überschritten wird. Das Aderlaßblut kann nun auch zu diagnostischen Zwecken hinzugezogen werden, da sich laut Hildegard von Bingen vielfältige Krankheitsgeschehen an dessen Aussehen und Beschaffenheit ablesen lassen.
Die meditative Heiltechnik Sat Nam Rasayan®, arbeitet mit der Stille und dem Gewahrsein. In dieser Heiltradition wird Krankheit als “eine Tendenz des Körpers zu reagieren” beschrieben. Der Sat Nam Rasayan-Therapeut erfährt diese Tendenz in seinem meditativen Bewusstsein als Ungleichgewicht und kann dies wiederum ausgleichen. Werden diese Blockaden gelöst, können die Selbstheilungskräfte der Patientin / des Patienten aktiviert werden.
Für die PatientInnen ermöglicht eine Sat Nam Rasayan® -Behandlung oft eine tiefe Entspannung. Sie dauert ca. 30 Minuten und wird vor- und nachbesprochen. Die Behandlung kann selbstverständlich auch mit anderen Therapien kombiniert werden.